E-Mail des Landtagsklubs der NEOS

An: Christoph Drexler
Datum: 21.10.20 09:44

 

Geschätzte Damen und Herren,

 

ich darf im Namen des NEOS-Landtagsklubs auf Ihren offenen Brief replizieren:

 

Für uns NEOS ist Bildung seit jeher das wichtigste Zukunftsthema. Sie schafft Voraussetzungen, um das Leben nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten und ist der Schlüssel, um die Herausforderungen am Arbeitsmarkt oder der Integration zu bewältigen. Sie ist der größte Chancenmotor unserer Gesellschaft und dient der Entfaltung und Selbstermächtigung des Menschen.

 

Es ist Fakt, dass sich Landeshauptmann Günther Platter und Bildungslandesrätin Dr.in Beate Palfrader mit ihrer Entscheidung die Oberstufen in Tirol undifferenziert ins Home-Schooling und Distance-Learning zu schicken, über den Erlass des Bildungsministeriums vom 15.10. zur Rechtsgrundlage für die Ampelfarbe Orange hinwegsetzen.

 

Die Bildungsdirektion kommt dabei lediglich zum Handkuss und muss dieses Chaos ausbaden, ist offenbar selbst überfordert und lässt dadurch die Schulen und Schulleitungen im Stich. Die Verunsicherung und Verärgerung von Eltern, Schüler_innen und pädagogischem Fachpersonal ist durchwegs nachvollziehbar.

 

Die Behörden und die Landesregierung waren und sind offensichtlich völlig überfordert und absolut unvorbereitet auf die Situationen. Wir haben bereits vor dem Sommer ein vollumfängliches Konzept für den gesamten Bildungs- und Betreuungsbereich gefordert. Es wurde aber offenbar von der Landesregierung verschlafen konkrete Maßnahmen und Konzepte zu erarbeiten, es herrscht in allen Bildungsstufen Chaos.

 

Auch der Output nach dem gestrigen Bildungsgipfel ist für uns NEOS zu wenig, wenn auch ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die - bisher schon sehr eingeschränkte - Schulautonomie hat durch die, von der Landesregierung gesetzten Schritte einen weiteren Schlag erlitten und ist zunehmend in Gefahr. Wir, so können Sie sich sicher sein, werden weiterhin für freie Bildungseinrichtungen eintreten, die nicht mehr parteipolitischer Bevormundung und bürokratischer Überregulierung ausgesetzt sind. Sie sollen eigenständig neue Wege gehen und schnell, flexibel und realitätsnah agieren können.

 

Und gerade jetzt braucht es maximale Klarheit, Transparenz und Berechenbarkeit für alle!

Hier darf ich Sie noch über unsere letzten Forderungen in Sachen Corona im Bildungsbereich informieren:

1.        Schulzeitenentzerrung mitsamt Verstärkung der Öffentlichen Verkehrsmittel
2.       24/7 Notrufnummer für Bildungsdirektion einrichten
3.       Fast-Lane für Testungen für Elementarpädagogische Einrichtungen und Schulen um die Betreuung sicherzustellen
4.      Quarantäne-Vorschriften für gesunde Schüler_innen überarbeiten und kürzen!

 

Eine weitere dringende Forderung von uns, nämlich die nach einer einheitlichen landesweiten Vorgehensweise aller Behörden für Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wurde letzte Woche im Landtag abgewiesen: VP-Klubobmann Jakob Wolf hat uns ausrichten lassen, man würde daran bereits arbeiten. Offenbar arbeitet man aber in der Landesregierung lieber daran, Ankündigungen in PR-Stehsätze zu formulieren, anstatt auf Expert_innen zu hören und die Schulen und Familien zu entlasten.

 

Geschätzte Damen und Herren,


Wir bedanken uns auf diesem Wege dafür, dass uns über Ihren Brief in Kenntnis gesetzt haben und hoffen, dass Ihr Engagement entsprechend Gehör findet.

 

Bitte zögern Sie nicht, sich auch im direkten Gespräch an uns zu wenden, mit uns NEOS haben Sie einen verlässlichen Partner, wenn es um brennende Themen im Bildungs- und Betreuungsbereich geht.

 

Herzliche Grüße im Namen von Klubobmann und Bildungssprecher Dominik Oberhofer
sowie dem gesamten NEOS-Landtagsklubs,


Mag.a Edith Reichel
Landtagsklub NEOS
stv. Klubdirektorin/Pressesprecherin

Kontakt

office@landeselternverband.tirol

+ 43 670 5590575

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